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Geschichte der Basilika-Zisterne

Basilika-Zisterne · Tickets from €43 · Open 09:00–22:00

Kurze Geschichte der Basilika-Zisterne

Die Basilika-Zisterne wurde im 6. Jahrhundert unter dem byzantinischen Kaiser Justinian I. errichtet. Sie diente dazu, Wasser für den Großen Palast von Konstantinopel und umliegende Gebäude zu speichern und bereitzustellen.

Im Inneren tragen 336 Marmorsäulen in 12 Reihen die Decke. Diese Ordnung lässt die Anlage eher wie einen unterirdischen Palast als wie einen einfachen Wasserspeicher wirken.

Marmorsäulen im Inneren der Basilika-Zisterne in Istanbul
Die Basilika-Zisterne ist eines der eindrucksvollsten Beispiele byzantinischer Ingenieurskunst unter Sultanahmet.

Funktion in byzantinischer Zeit

Die Zisterne war ein wichtiger Teil der Wasserversorgung der Stadt. Das Speicher- und Verteilungssystem hatte strategische Bedeutung für den Palastbereich und nahe Verwaltungsgebäude.

Einige Säulen wurden aus älteren römischen Bauten wiederverwendet. Deshalb sehen Sie im Inneren unterschiedliche Kapitelle, Schäfte und Steinmetzarbeiten.

Warum sind die Medusa-Köpfe wichtig?

Die beiden Medusa-Köpfe in der nordwestlichen Ecke sind die berühmtesten Details der Zisterne. Einer liegt seitlich, der andere auf dem Kopf. Der genaue Grund ist nicht sicher, doch wahrscheinlich wurden die Blöcke aus einem älteren römischen Bau übernommen.

Von der osmanischen Zeit bis heute

Während der osmanischen Zeit verlor die Basilika-Zisterne nach und nach ihre ursprüngliche Funktion als aktiver Wasserspeicher. Im 16. Jahrhundert dokumentierte der französische Gelehrte Petrus Gyllius die Anlage, was zu ihrer erneuten Bekanntheit in westlichen Quellen beitrug.

Byzantinische Säulen und Besucherwege in der Basilika-Zisterne
Die unterschiedlichen Säulenformen zeigen, dass älteres römisches Baumaterial wiederverwendet wurde.

Moderne Restaurierung und Besuchserlebnis

Nach einer umfangreichen Restaurierung wurde die Basilika-Zisterne 2022 wieder für Besucher geöffnet. Heute helfen Stege, Beleuchtung und Wasserreflexionen dabei, die Anlage sicher und eindrucksvoll zu erleben.

Die moderne Präsentation bewahrt den geheimnisvollen Charakter der Zisterne und macht die Route zugleich verständlicher. Deshalb ist sie sowohl für Geschichtsinteressierte als auch für kurze Istanbul-Besuche ein starker Programmpunkt.

Beleuchtete Säulen und Wasserreflexionen in der Basilika-Zisterne
Gedämpftes Licht und Wasserreflexionen verstärken den Eindruck eines unterirdischen Palastes.

Worauf beim Besuch achten?

  • Nehmen Sie sich in der nordwestlichen Ecke Zeit für die Medusa-Köpfe.
  • Ein Audioguide erklärt den byzantinischen Wasserbau und die wiederverwendeten Säulen besser.
  • Für Fotos sind frühe Morgenstunden oder ruhigere Abendsessions meist besser.
Frequently Asked Questions

Basilika-Zisterne — FAQ

Die Basilika-Zisterne wurde im 6. Jahrhundert unter dem oströmischen Kaiser Justinian I. gebaut.
Wegen der vielen Marmorsäulen, die aus dem Wasser aufsteigen, wirkt die unterirdische Anlage eher wie ein Palast als wie ein Wasserspeicher.
Sie wurde ursprünglich genutzt, um Wasser für den Palastbereich des byzantinischen Konstantinopel zu speichern und zu verteilen.
Der französische Gelehrte Petrus Gyllius dokumentierte die Zisterne im 16. Jahrhundert und trug so zu ihrer erneuten Bekanntheit bei.
Die Basilika-Zisterne wurde am 22. Juli 2022 nach einer umfangreichen Restaurierung wieder für Besucher geöffnet.

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